Bunionette-Fehlstellung
Bunionette ist eine schmerzhafte Fehlstellung im Bereich des Kopfes des fünften Mittelfußknochens.
Bei einer Bunionette-Fehlstellung weicht die fünfte Zehe zu den übrigen Zehen hin ab.
In ihrer Form ähnelt sie einer Hallux-valgus-Fehlstellung an der fünften Zehe.
Symptome der Bunionette-Fehlstellung
Die ständige Reizung der übermäßigen Vorwölbung am Kopf des fünften Mittelfußknochens durch zu enges Schuhwerk oder gesteigerte körperliche Aktivität verursacht:
- Belastende Schmerzen
- Übermäßige Verhornung der Haut
- Schmerzhafte Schwielen, vor allem an der Außenseite des Fußes
- Chronische Entzündungen an der Außenseite des Fußes auf Höhe des Kopfes des fünften Mittelfußknochens
Sie tritt häufig zusammen mit Hallux valgus auf und verbreitert den Vorfuß dadurch zusätzlich.
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Behandlung der Bunionette-Fehlstellung
Die Behandlung hängt von der Schmerzintensität, der Häufigkeit wiederkehrender Entzündungen am Kopf des fünften Mittelfußknochens und der Notwendigkeit einer Einschränkung körperlicher Aktivität ab.
Konservative Behandlung
Am wichtigsten ist es, Schuhe zu vermeiden, die den Kopf des fünften Mittelfußknochens ständig reizen. Im Vorfußbereich sollten die Schuhe ausreichend weit sein.
Schwielen sollten regelmäßig entfernt und geeignete orthopädische Hilfsmittel verwendet werden, um den Druck des Schuhs auf den empfindlichen Bereich des fünften Mittelfußknochens zu verringern.
Operative Behandlung
Bei starken Fehlstellungen ohne Besserung durch konservative Behandlung ist die Operation die einzige wirksame Therapie.
Diagnostische Untersuchungen vor einer Bunionette-Operation
- Röntgenuntersuchung in Standardprojektionen
- Hämatologische und biochemische Untersuchungen (Link zu den präoperativen Empfehlungen)
- Die in Polen noch selten eingesetzte pedobarografische Untersuchung beurteilt die Druckverteilung an den Fußsohlen beim Stehen und Gehen und ermöglicht dadurch eine präzisere Operationsplanung.
- Ultraschalluntersuchung
- Computertomografie
- Magnetresonanztomografie
Vor der operativen Behandlung einer Bunionette wird der Patient gründlich untersucht.
Anschließend besprechen wir die Fehlstellung mit dem Patienten, erläutern die vorgeschlagenen operativen Behandlungsmöglichkeiten und informieren abschließend über die mit dem Eingriff verbundenen Risiken und mögliche Komplikationen im Verlauf der Bunionette-Operation.
Je nach Größe und Art der Fehlstellung werden verschiedene Osteotomien (Knochendurchtrennungen) des fünften Mittelfußknochens zur Korrektur durchgeführt.
Dabei handelt es sich hauptsächlich um Osteotomien, die in ihrer Form folgenden Verfahren ähneln:
- Chevron
- Scarf
- Weil
Bei der operativen Behandlung der Bunionette-Fehlstellung werden auch minimalinvasive Techniken erfolgreich eingesetzt – minimalinvasive Chirurgie (MIS)Unter Röntgenkontrolle durchgeführte perkutane Osteotomien ermöglichen die Korrektur der Fehlstellung durch einen ‚Schlüsselloch‘-Zugang über kleine Hautschnitte von etwa 3 mm.
Für die postoperative Behandlung verwenden wir spezielle Postoperative Schuhe.

Die Patienten beginnen am ersten Tag nach dem Eingriff darin zu gehen.
Die Patienten tragen diese Schuhe normalerweise 4–5 Wochen.
Rehabilitation nach einer Bunionette-Operation
Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil der schnellen Genesung nach einer Bunionette-Operation. Damit sie wirksam ist, sollte sie auf folgenden Grundsätzen beruhen:
- Der Zustand des Patienten sollte beurteilt werden
- Für die postoperative Behandlung der Bunionette sollten individuelle Empfehlungen erstellt werden.
- Die Therapie sollte an die Möglichkeiten des Patienten angepasst werden
Individuelle Übungen mit dem Patienten dienen dazu:
- den Bewegungsumfang der Gelenke der operierten unteren Extremität zu verbessern
- die Propriozeption zu verbessern
- die neuromuskuläre Koordination zu verbessern
- Verringerung der Schwellung (Weichteilbehandlung, Lymphmassage, Kinesiotaping).
- das Gangbild und fehlerhafte Bewegungsgewohnheiten zu korrigieren
- Physiotherapie
Anästhesie
In der Fußchirurgie besteht seit jeher die große Herausforderung darin, einen schmerzfreien Eingriff zu ermöglichen und die postoperativen Schmerzen zu minimieren.
Allgemein herrscht die Vorstellung, dass der postoperative Verlauf nach Fußoperationen, insbesondere nach Hallux-Operationen, sehr schmerzhaft ist.
Für Eingriffe am Fuß stehen viele Anästhesieverfahren zur Verfügung.
Die moderne Anästhesiologie bemüht sich, wann immer möglich, Regionalanästhesieverfahren einzusetzen – von zentralen Blockaden wie Spinal- und Periduralanästhesie, allgemein als Lumbalanästhesie bezeichnet, bis zu ultraschallgesteuerten peripheren Nervenblockaden auf verschiedenen Ebenen, insbesondere bei der Operation eines Fußes.
Ob ein bestimmtes Anästhesieverfahren eingesetzt werden kann, hängt hauptsächlich vom Umfang der Operation und von möglichen Begleiterkrankungen ab.
Die endgültige Wahl des Anästhesieverfahrens wird mit dem Patienten im präoperativen Aufklärungsgespräch festgelegt.
Der Einsatz von Ultraschall in der Anästhesiologie zur Durchführung peripherer Nervenblockaden ermöglicht äußerst präzise Regionalanästhesien.
Unsere langjährige Erfahrung hat unser perioperatives Vorgehen sowohl bei der Anästhesie selbst als auch in der postoperativen Phase verändert.
Bei Fußoperationen bedeutet eine periphere Nervenanästhesie, die als Sprunggelenksblockade bezeichnet wird, die Injektion eines Lokalanästhetikums in die Umgebung der Nerven auf der geeigneten Höhe.
Diese Anästhesien sind sehr präzise, weil die für die Schmerzempfindung verantwortlichen Nerven im Ultraschall gut sichtbar sind und die Medikamentengabe vollständig kontrolliert wird.
Dadurch kann die Einnahme von Schmerzmitteln in der frühen postoperativen Phase deutlich reduziert oder sogar beendet werden.
Für viele Patienten besteht ein wesentlicher Vorteil darin, dass das Gefühl oberhalb des Knies im operierten Bein erhalten bleibt und vor allem eine Lumbalanästhesie vermieden wird, die nicht immer akzeptiert wird.
Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass sehr früh nach dem Eingriff mit dem Gehen begonnen werden kann.
In der postoperativen Phase ermöglicht die regelmäßige ultraschallgesteuerte Gabe von Schmerzmitteln in die Umgebung der für die Schmerzempfindung verantwortlichen Nerven den Patienten eine möglichst schmerzarme und angenehme Genesungszeit.



