Fersenschmerz, schmerzende Ferse
Die häufigste Ursache von Fersenschmerzen ist die Plantarfasziitis, die viele Menschen mit einem sogenannten Fersensporn gleichsetzen.
Diese Erkrankung betrifft etwa 10 % der Bevölkerung.
Ursachen der Plantarfasziitis
Zu den Ursachen der Plantarfasziitis gehören:
- Erhöhte Spannung und Kontraktur der hinteren Wadenmuskulatur
- Trainingsüberlastung, insbesondere beim Schnelligkeitstraining und bei Sportarten mit häufigen Sprüngen wie Volleyball und Basketball
- Dauerhaftes Laufen auf harten Untergründen – Asphalt oder Beton
- Ungeeignete oder abgenutzte Laufschuhe
- Plattfuß
- Übermäßige Pronation des Fußes
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Behandlung der Plantarfasziitis
Konservative Behandlung:
Anfangs können entzündungshemmende Medikamente die Beschwerden im frühen Krankheitsstadium bessern. Auch Verfahren wie Ultraschall, Iontophorese und Stoßwellentherapie sind meist hilfreich.
Grundlage der Behandlung ist eine Reihe von Dehnübungen für die Plantarfaszie und die Wadenmuskulatur. Diese sollten bis zu zwölf Wochen regelmäßig und mit angemessener Intensität durchgeführt werden. Auch die Entspannung der Faszie durch geeignete Techniken der myofaszialen Massage kann hilfreich sein.
Auch die Auswahl geeigneter Sportschuhe entsprechend Fußform und Beinachse ist entscheidend. Denken Sie daran, dass sich Schuhe beim Training abnutzen.
Bei Fehlstellungen der Beinachse oder einer Funktionsstörung der Plantarfaszie können orthopädische Einlagen zur Korrektur der Fußstellung erforderlich sein.
Bei der PRP-Therapie (GPS) mit plättchenreichem Plasma wird das Plasma durch gezielte ultraschallgesteuerte Injektionen präzise an die schmerzhafte Stelle gebracht. Das Präparat setzt im Bereich der erkrankten Plantarfaszie Wachstumsfaktoren frei. Diese verringern die Entzündung und regen die Regeneration des Fasziengewebes an. Der Eingriff erfolgt ambulant.
Operative Behandlung:
Wenn die konservative Behandlung unwirksam ist und die Schmerzen mindestens sechs Monate anhalten, ist eine Operation angezeigt. In unserem Krankenhaus führen wir eine perkutane Lösung der Plantarfaszie mit minimalinvasiven Operationstechniken (MIS) durch. Über einen kleinen Hautschnitt von etwa 3–4 mm wird die Plantarfaszie mit speziellen Instrumenten perkutan gelöst. Dabei kann auch ein Fersensporn, der häufig mit einer chronischen Entzündung der Plantarfaszie einhergeht, wirksam entfernt werden. Der Eingriff ist sicher, die Beschwerden verschwinden dauerhaft und die postoperative Behandlung beschränkt sich auf das Gehen in orthopädischem Schuhwerk.
Anästhesie
In der Fußchirurgie besteht seit jeher die große Herausforderung darin, einen schmerzfreien Eingriff zu ermöglichen und die postoperativen Schmerzen zu minimieren.
Allgemein herrscht die Vorstellung, dass der postoperative Verlauf nach Fußoperationen, insbesondere nach Hallux-Operationen, sehr schmerzhaft ist.
Für Eingriffe am Fuß stehen viele Anästhesieverfahren zur Verfügung.
Die moderne Anästhesiologie bemüht sich, wann immer möglich, Regionalanästhesieverfahren einzusetzen – von zentralen Blockaden wie Spinal- und Periduralanästhesie, allgemein als Lumbalanästhesie bezeichnet, bis zu ultraschallgesteuerten peripheren Nervenblockaden auf verschiedenen Ebenen, insbesondere bei der Operation eines Fußes.
Ob ein bestimmtes Anästhesieverfahren eingesetzt werden kann, hängt hauptsächlich vom Umfang der Operation und von möglichen Begleiterkrankungen ab.
Die endgültige Wahl des Anästhesieverfahrens wird mit dem Patienten im präoperativen Aufklärungsgespräch festgelegt.
Der Einsatz von Ultraschall in der Anästhesiologie zur Durchführung peripherer Nervenblockaden ermöglicht äußerst präzise Regionalanästhesien.
Unsere langjährige Erfahrung hat unser perioperatives Vorgehen sowohl bei der Anästhesie selbst als auch in der postoperativen Phase verändert.
Bei Fußoperationen bedeutet eine periphere Nervenanästhesie, die als Sprunggelenksblockade bezeichnet wird, die Injektion eines Lokalanästhetikums in die Umgebung der Nerven auf der geeigneten Höhe.
Diese Anästhesien sind sehr präzise, weil die für die Schmerzempfindung verantwortlichen Nerven im Ultraschall gut sichtbar sind und die Medikamentengabe vollständig kontrolliert wird.
Dadurch kann die Einnahme von Schmerzmitteln in der frühen postoperativen Phase deutlich reduziert oder sogar beendet werden.
Für viele Patienten besteht ein wesentlicher Vorteil darin, dass das Gefühl oberhalb des Knies im operierten Bein erhalten bleibt und vor allem eine Lumbalanästhesie vermieden wird, die nicht immer akzeptiert wird.
Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass sehr früh nach dem Eingriff mit dem Gehen begonnen werden kann.
In der postoperativen Phase ermöglicht die regelmäßige ultraschallgesteuerte Gabe von Schmerzmitteln in die Umgebung der für die Schmerzempfindung verantwortlichen Nerven den Patienten eine möglichst schmerzarme und angenehme Genesungszeit.



